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Villa Steiner (1)

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Sights - Bauwerke/Denkmäler

Gartenweg 5

Name: Villa Steiner
Bauherr: Ernst Steiner (Architekt, Bürgermeister)
Architekt: Ernst Steiner, Greiz
Bauzeit/Baustil: 1898, Eklektizismus, Neogotik
Nutzungszweck: Wohnhaus

Geschichte des Baues:
Der Architekt und spätere Bürgermeister Ernst Steiner baute das Haus Gartenweg 5 als Mehrfamilien-Wohnhaus. Ernst Steiner und seine Familie bewohnten vorerst die oberen, aufwendig gestalteten Geschoße. Seine Tochter Erna lebte hier mit Ihrem Ehemann, dem Reichbankinspektor Robert Wellner, bis in die Mitte der 1930er Jahre. In den Jahren 1948/49 wurde das Haus von der sowjetischen Administratur genutzt. Das Haus blieb aber weiterhin im Eigentum der Familie Steiner, welche jedoch in den 1950er Jahre das Gebäude der Stadt übereignete. Nach der politischen Wende 1989 ging das Gebäude wieder in Familienbesitz von Herbert Holthoever über, der eine umfassende Sanierung in Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde Greiz vornahm. Nach dessen Tod übernahm die Vermietungs GbR Dr. Reuter, Dr. Oettmeier, DM Disse das Haus, in welchem sie seit 1993 medizinische Praxen für Orthopädie, Chirotherapie, Schmerztherapie, Homöopathie und Naturheilverfahren betreiben.

Heutige Nutzung:
Neben den genannten Arztpraxen bestehen im Haus außerdem heute Praxen für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie, Physiotherapie und Ayurveda.

Beschreibung:
Der ornamentale Schmuck der straßenseitigen Außenfassade ist  dekorativ im neogotischen Stil gehalten. So zeigt diese verschiedene Arten von Maßwerk, Spitzbögen und fabelwesenhafte Wasserspeier. 

Die beiden symmetrisch angelegten Staffelgiebel weisen durch ihre stilisierten Muscheln  in den Basisecken Neorenaissanceelemente auf. Der aus dem 1. Obergeschoss hervorspringende Erker ist stark mit Maßwerk dekoriert. Das Eingangsportal  weist ebenfalls Stilelemente der Neogotik und Neorenaissance auf.

Die Fensterbögen oberhalb des Erdgeschosses haben die Form gotischer Vorhangbogenfenster. Im Innern ist die Ausstattung mit Bleiglasfenstern, Türen und Decken in historisierenden Stilen gehalten, vornehmlich in neogotischen Formen. Das Treppengeländer der Haupttreppe ist besonders auffallend, da es nicht mit der übrigen Formensprache konform geht. Das schmiedeeiserne Geländer mit seinen spiralfederförmigen Streben weist einen eher technisch-nüchternen anstatt den bisherigen künstlerisch-stimmungsvollen Charakter auf.

Quellen:
Adressbücher der Stadt Greiz von 1910 bis 1948/49
Will, Silvana: Profile aus dem Landkreis Greiz. 1998.

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