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Rundgang Sehenswertes (86)

Ausgangspunkt der Entfernungsberechnung:
Greiz: Historisch Industrieller Rundgang - Zapfwerk Greiz (2)

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Zapfwerk Greiz (2)

aufgenommen in Kategorie:
Rundgang Sehenswertes - Bauwerke/Denkmäler

Schon 1876 beginnt die Geschichte des heute so gentannen „Zapfwerks", indem die Brüder Detmar und Max Schwarz die mechanische Weberei „Samuel Schwarz Söhne Mechanische Weberei" im Quirltal gründeten.

In den besten Zeiten des 1894 in „Samuel Schwarz Sohn offene Handelsgesellschaft" umbenannten Unternehmens beschäftigte die Schwarz-Familie 120 Angestellte. Da die Söhne Schwarz jüdischen Glaubens waren wurde die Firma 1940 arisiert. Das heißt die Firma wurde von Juden befreit, sodass die nationalsozialistische Ideologie auch dort Einzug hielt. 1942 kaufte Otto Ohlwein das Grundstück und wurde Geschäftsführer des Unternehmens.

Über die Zeit während des zweiten Weltkriegs ist nichts weiter überliefert. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in der Zeulenrodaer Straße keine Bombenschäden, außer in der Firma Ohlwein - sie ist als einzige unter „Kriegsschäden" aufgeführt. Schon im Mai 1945 beschäftigte die Firma wieder 60 Männer und Frauen für je 25 Stunden pro Woche zur Beseitigung der Schäden des Krieges.

Später wurde sie abermals eine Weberei umgewandelt und war das Werk I/3 des VEB Greika. Dieser Volkseigene Betrieb, eine Weberei, war zur Zeit der DDR einer der größten Betriebe in Greiz mit mehreren Fabriklokalitäten. Auf dem Gelände des Unternehmens gab es außerdem ein Wohnhaus und einen Lebensmittelladen.

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