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Denkwürdige Orte Kleinmachnow - Gedenkstein Adolf-Sommerfeld (12)

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Gedenkstein Adolf-Sommerfeld (12)

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Sights - Orte/Plätze/Strassen

Denkwürdiger Ort Nr. 1

Ab 1927 erwarb der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld (1886-1964) ein etwa hundert Hektar großzüges Gelände in Kleinmachnow um es städtebaulich zu entwickeln.

Zuvor hatte er bereits den Südwesten Berlins deutlich geprägt. Er arbeitete zusammen mit den Architekten Walter Gropius, Alfred Schild und Bruno Taut. In Berlin-Zehlendorf baute er die Waldsiedlung Onkel Toms Hütte und sorgte für die Verlängerung der heutigen U-Bahn-Linie U3 vom Thielplatz bis Krumme Lanke. Sein hauptsächliches Tätigkeitsfeld war der suburbane, rationelle Wohnungs- und Siedlungsbau. Ab 1926 beschäftigte er sich intensiv mit dem Massenwohnbau als Lösung der städtebaulichen und sozialen Probleme und trat für die Rationalisierung des Baugewerbes ein.

1932 begann Sommerfeld im ersten Bauabschnitt am Düppelpfuhl mit 150 Häusern in Systembauweise. Mit der Siedlungsgesellschaft mbH Kleinmachnow, deren alleiniger Anteilseigner er zuletzt war, vermarktete Sommerfeld diese neue Bürgerhaushaussiedlung, die heute auch als Sommerfeld-Siedlung bekannt ist.

Sommerfeld wollte sogar die U-Bahnlinie über den Mexikoplatz durch Kleinmachnow hindurch bis an den Teltowkanal führen. Die erschwinglichen und weitgehend an individuelle Wünsche anpassbaren Typenhäuser fanden reißenden Absatz und prägten nicht nur ein neues Leitbild für suburbanes Wohnen, das bis heute fortwirkt, sondern sorgten auch für einen rasanten Aufschwung der noch jungen Gemeinde Kleinmachnow.

Bereits ab Frühjahr 1933 wurde Adolf Sommerfeld von den Nationalsozialisten in Deutschland verfolgt: als jüdischer Bürger, als Sozialdemokrat und als Freund und Anhänger der kulturellen Moderne. Sommerfeld wurde bedroht und verfemt und musste ins Ausland fliehen. Sein Siedlungsprojekt aber wurde als vorbildliche deutsche Kolonie von den neuen Machthabern gerne fortgesetzt.

Erst 1950 kehrte Sommerfeld - jetzt Andrew Sommerfield - zurück, übernahm die Reste seiner Firmengruppe und setzte seine Bautätigkeit in Deutschland fort.

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