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Erinnerungsstätte für die Zwangsarbeiter (1)

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Sights - Bauwerke/Denkmäler

Denkwürdiger Ort Nr. 03

Zum Gedenken an Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges in der Dreilinden Maschinenbau GmbH zur Rüstungsproduktion eingesetzt waren, schuf die Gemeinde Kleinmachnow einen „Ort der Erinnerung“. Am 1. September 2006 wurde dieses Denkmal, dem intensive Recherchen des Heimatvereins Kleinmachnow vorausgingen, der Öffentlichkeit übergeben. Gestaltet hat es der Landschaftsarchitekt Ole Saß.

Von 1936 bis 1945 wurde in der Dreilinden Maschinenbau GmbH (DLMG) Zubehör für Flugzeugmotoren produziert. Um die immer größere Nachfrage nach den kriegswichtigen Produkten befriedigen zu können, brauchte die DLMG Arbeitskräfte. Diese waren zunächst Freiwillige aus der Region, dann Fremd- und Zwangsarbeiter aus den von Deutschland besetzten Nachbarländern und später Kriegsgefangene aus Frankreich, Holland, Belgien, Dänemark, Polen, UdSSR, Tschechoslowakei, Jugoslawien, Ungarn und Italien.

Die letzten Zeugnisse des Barackenlagers, in dem die Zwangsarbeiter untergebracht waren, verschwanden im Jahr 2002 im Zuge der Erschließung des Areals für den Wohnungsbau, doch blieben zwei Fundamentplatten erhalten, um sie als Denkmal in einen Grünzug einzubinden. Cortenstahlbänder im Boden zeichnen die Konturen dieser beiden letzten Baracken nach.

Die von Oliver Störmer gestaltete Gedenktafel aus Cortenstahl erinnert mit einem Text an die mehr als 2000 Menschen, die hier zusammengepfercht in 50 Holzbaracken leben mussten, sowie an das benachbarte Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen mit etwa 760 weiblichen Häftlingen und deren Schicksal. Auf der rechten Seite der Tafel wird das Barackenlager dargestellt in seiner flächenmäßigen Ausdehnung im Verhältnis zum heutigen Wohngebiet.

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